Die Kreisgruppe Trier-Saarburg zählt über 1.100 Mitglieder, die sich in 8 Hegeringen organisieren, die sich aus 238 Reviere zusammensetzen. Das jagdliche Brauchtum pflegen wir u.a. durch regelmäßige Auftritte unserer 5 aktiven Bläsergruppen. Zur Öffentlichkeitsarbeit zählen darüber hinaus noch die Erlebnisschule Wald & Wild sowie das Engagement in der Rehkitzrettung durch eine Vielzahl an ehrenamtlichen Drohnenteams, die unsere lokalen Landwirte bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen bzw. diese für sie übernehmen. Da die Jagd nicht ohne unsere Jagdhunde möglich ist, bilden die Obleute brauchbare Jagdhunde aus und führen neben den Brauchbarkeitsprüfungen auch überregionale Verbandsprüfungen durch.
Die Ausdehnung unserer örtlichen Kreisgruppe entspricht der des Landkreises Trier-Saarburg sowie der Stadt Trier. Die Vielfalt der jagdlichen Möglichkeiten beruht auf den abwechslungsreichen naturräumlichen Gegebenheiten.
Diese finden Ausdruck in den waldreichen Hunsrück, den Hochflächen der Südeifel und des Saargaus sowie den tief eingeschnittenen Tälern von Mosel, Saar und Ruwer geprägt. Hinzu kommen Kyll, Sauer und zahlreiche kleinere Bachtäler. Dadurch entsteht auf relativ engem Raum ein Mosaik aus Wald- und Waldrändern, Offenland mit Grünland, Weinbergen, Ackerflächen und Gewässern mit Feuchtlebensräumen wie Weihern und Auenland.
Die Besonderheiten der Jagd finden innerhalb der Kreisgruppe Trier-Saarburg in unterschiedlicher Form statt, so ist es in der Stadt Trier überwiegend revierbezogene und anspruchsvolle Stadt-/Randlagenjagd und im Landkreis Trier-Saarburg die klassisch, vielseitige Revierjagd.
Die größten jagdlichen Herausforderungen in der Stadt Trier sind hoher Besucherdruck in den Wäldern im Sinne von Naherholungsgebieten, Hunde, Freizeitnutzung, Siedlungsnähe sowie Straßen und Autobahnen. Diese Faktoren bedingen kleine und zerschnittene Lebensräume und bspw. Konflikte durch Wildtiere insbes. Schwarzwild in Siedlungsnähe. Demgegenüber stehen deutlich bessere jagdliche Voraussetzungen im Landkreis, hier findet man große Waldkomplexe und Lebensräume insbes. für Rot- und Rehwild sowie starke Schwarzwildvorkommen oder Niederwildbiotope, Gewässerjagd und strukturreiche Kulturlandschaften u.a. mit Weinbergs- und Streuobstlandschaften.
Im Gebiet der Kreisgruppe kommen nahe zu alle Wildarten vor, sehr gute Voraussetzungen finden Rehwild und Schwarzwild. Das Rotwild ist regional begrenzt und kommt u.a. im Ehranger Wald, Hochwald sowie Hunsrückbereiche vor. Noch deutlich lokaler begrenzt sind die Vorkommen von Muffel- und Damwild. Die abwechslungsreiche Kulturlandschaft bietet auch gute Niederwildlebensräume, zu nennen sind hier insbesondere Feldhase, Wildkaninchen, Fasan sowie Wasservögel. Teilweise und nur sehr lokal begrenzt kommen Rebhuhn und Waldschnepfe vor. Des Weiteren gibt es jagdliche Aktivität im Hinblick auf das Raubwild und Neozoen. Die invasiven Arten wie Waschbär, Nilgans, Marderhund oder auch Nutria machen auch in unserer Region inzwischen relevante Zahlen bei den Landesstrecken aus. In der Zwischenzeit hat sich auch der Wolf wieder in unserer Großregion niedergelassen und kommt nachweislich u.a. im Raum Saarburg-Kell vor.
Die Waldgebiete werden durch die Forstämter Trier, Saarburg und Hochwald betreut. Das Forstamt Trier betreibt darüber hinaus das „Haus des Waldes“ in Trier. Das kleine naturkundliche Museum im Weishauswald verfügt bspw. über Tierpräparate der heimischen Wildtiere, einen Waldlehrpfad und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Wildgehege.